Bevor Motorgeräte bei Ihnen zuverlässig über lange Zeit ihren Dienst tun, müssen Sie bei STIHL einen anspruchsvollen Hindernislauf an Tests bestehen. Hier ein Blick ins Entwicklungszentrum des Motorsägen- und Motorgeräteherstellers in Waiblingen.
Dauererprobung
Bevor die Geräte bei Ihnen laufen, läuft bei uns die Dauererprobung.
Geräte schlafen nicht
Wenn Sie morgens gegen 7:00 Uhr das STIHL Werk 2 in Waiblingen betreten, begegnen Ihnen so manche Frühaufsteher, die schon fleißig bei der Arbeit sind. Gar nicht mit der Arbeit aufgehört haben die STIHL Geräte in unseren Prüfkabinen. 36 technisch vollausgestattete Prüfkabinen mit Kraftstoffzuführung und Abgasabsauganlage sind allein für die Dauererprobung belegt, Tag und Nacht. Alle unsere Gerätetypen laufen hier rund 150.000 Stunden im Jahr. Abschalten gibt’s nicht, sonst muss der Test wiederholt werden.
Alle Geräte müssen durch
Von der Motorsäge über die Heckenschere bis hin zum Sprühgerät – für jedes Modell unseres Sortiments gibt es einen minutiös ausgetüftelten Prüfplan. Der wird durch unser eigens entwickeltes Prüfprogramm gesteuert. Dabei simuliert die Software die typische Art der Benutzung durch den Anwender in der Praxis: Teillast, Vollast, Leerlauf. Was wir daraus lernen? Ob das Gerät einwandfrei funktioniert und auch im langen Betrieb volle Leistung zeigt. Denn schließlich soll es bei Ihnen später zuverlässig laufen und Ihnen die Arbeit erleichtern.
Vibrationstest
Bevor Sie mit unseren Bohrgeräten das Erdreich bearbeiten, arbeiten wir am optimalen Vibrationsverhalten.
Physik stellt die Herausforderung
Unsere Geräte sind wahre Kraftpakete. Sie sind, um Ihnen effektives Arbeiten zu ermöglichen, mit ordentlich Leistung ausgestattet. Die MS 880 – die stärkste Serien-Motorsäge der Welt beispielsweise – wartet mit 6,4 kW auf. Das sind 8,7 PS – mehr als so mancher Motorroller, der auf unseren Straßen fährt. Da ist es klar, dass bei der Entfaltung dieser Kräfte Vibrationen entstehen – eine physikalische Konsequenz. Der wir im Übrigen mit Physik begegnen: Damit Sie diese Vibrationen so wenig wie möglich spüren und Ihre Kräfte geschont werden, messen wir die Vibrationen an den Handgriffen unserer Geräte.
Ingenieure finden die Lösung
Dabei dürfen die Vibrationen bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Eine Herausforderung, die unsere Entwicklungsingenieure gerne annehmen. Sie konzipieren Antivibrationssysteme, bei denen Pufferelemente und Federn die Übertragung der Vibrationen des Motors auf die Griffe verhindern. So liegen unsere Geräte ruhiger in der Hand.
Klimakammer
Bevor Motorsägen bei Ihnen so richtig loslegen, geht’s bei uns erst in die Klimakammer.
Für alle Klimazonen bereit
Überall auf der Welt werden STIHL Produkte verwendet. Und auf sie soll Verlass sein. Wenn beispielsweise in Sibirien die Temperaturen weit unter null fallen, muss sich unser Kunde dort sicher sein, dass seine Motorsäge anspringt. Das Gleiche gilt für Anwender in heißen Klimazonen wie Afrika oder Südamerika. Daher testen wir in unserer Klimakammer den Start und den Betrieb unserer Geräte bei extremen Temperaturen.
Kälte und Hitze helfen bei der Produktoptimierung
Die Kammer können wir auf -30 Grad Celsius abkühlen, oder auf 40 Grad aufheizen. Und damit wichtige Fragen für uns beantworten: Wie verhält sich das Kraftstoffgemisch bei diesen Temperaturen? Ist die Viskosität des Öls ideal? Verbrennen unsere Kraftstoffe rückstandsarm? Wie verhält sich die Maschine um den Taupunkt? All diese Erkenntnisse, die wir aus der Klimakammer mitnehmen, fließen in die Entwicklung neuer Produkte ein. So stellen wir sicher, dass von Modellreihe zu Modellreihe unsere Geräte immer wieder ein Stück besser werden. Und Sie können sich darauf verlassen, dass unsere Geräte Ihnen auch bei widrigen klimatischen Bedingungen die Arbeit erleichtern.
Schallmessung
Bevor Blasgeräte Sie mit Sauberkeit erfreuen, freuen wir uns über leise Töne.
In der Kraft liegt Ruhe
Wenn Sie den Schallmessraum im STIHL Werk 2 betreten, wird Ihnen erst einmal der Atem stocken: Denn die Stille, die hier herrscht, ist atemberaubend. Ein Erlebnis für sich. Die Ruhe hat einen guten Grund: Hier messen unsere Ingenieure aus der Akkustik-Entwicklung den Schallpegel unserer Geräte. Eine Vielzahl von Mikrofonen, die ringsum im Raum angebracht sind, nimmt den Schall auf.
Fokus auf Mensch und Umwelt
Mit den Messungen tragen wir unseren Teil dazu bei, dass Mensch und Umwelt so wenig wie möglich von Geräuschen gestört werden. So messen wir im Ohrbereich des Anwenders beispielsweise den Schalldruckpegel. Dadurch können wir beurteilen, ob für ein Gerät ein Gehörschutz notwendig ist oder nicht. Auf der Hüllfläche um die Maschine wird der Schalleistungspegel erfasst. Dieser Wert ist Maß für die Schallabstrahlung in die Umgebung. Sie finden ihn als Kennzeichnung auf unseren Geräten. So können Sie aus unserem großen Produktspektrum Ihr Wunschgerät auch nach Schallkriterien auswählen.
Sägekettentest
Bevor Sie an Ihrer Technik feilen, feilen wir am perfekten Schneidverhalten.
Mit 20 m/s vorwärts
Da fliegen die Späne: Es ist schon ein beeindruckendes Spektakel, wenn sich unser Schneidroboter in Windeseile Zentimeter für Zentimeter durch das Holz in unserem Sägeketten-Prüfstand arbeitet. Hier wird unter realen Bedingungen getestet, was unsere selbstentwickelten Sägeketten an Schnittleistung liefern.
Feuchtes Holz – ein Muss
Reale Bedingungen, das heißt vor allem, dass das Holz, durch das unsere Sägeketten schneiden, in einer extra Berieselungsanlage gewässert wird. Denn frisches Holz ist feucht, der Baum stand ja in Saft und Kraft. Die eingelagerten Baumstämme werden also feucht gehalten, um möglichst authentische Schnittbedingungen zu simulieren.
Sägekettengeschwindigkeit trifft Schnittleistung
Die computergestützte Messung vergleicht dann die reale Performance mit den Vorgaben aus der Entwicklung. Dabei interessiert die Kollegen besonders die Schnittleistung im Holz und die Kettengeschwindigkeitauf der Schiene. Und eines können wir Ihnen sagen: für beides werden im Teststand Werte erzeugt, die Ingenieursherzen höher schlagen lassen. Doch am Ende sind Sie es, die tagtäglich davon profitieren.
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