Karabiner-Rundschläge zählen zu den einfachsten Knoten. Heinz Prohaska zeigt Anwendungsmöglichkeiten.
Innsbrucker Bergsteiger haben sich schon in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einem Karabiner-Rundschlag abgeseilt. (Abb. 1) Das scheint in Vergessenheit geraten zu sein. In den USA ist ein Feuerwehrmann verbrannt, nachdem ihm sein Abseilachter aus der Hand gerutscht war.
Zwei Arten, Rundschlingen zu verkürzen, sind in Abb. 2 dargestellt. Wie man im Baum ein Seilende sichern kann, damit es nicht durch das Gewicht des längeren Seilabschnitts außer Reichweite kommt, zeigt Abb. 3. Beim Spannen von Seilen wird der Karabiner quergestellt (Abb. 4). Tiefe Karabinerpositionen erreicht man bei einer Kurzsicherung am einfachsten mit der in Abb. 5 dargestellten Lösung. Die Verwendung von Karabiner-Rundschlägen zur Lastverteilung auf zwei Anschlagpunkte zeigt Abb. 6. Ein einfacher Flaschenzug ist in Abb. 7 dargestellt. Dabei ist auf den richtigen Seilverlauf zu achten, damit der Knoten nicht rutscht.


Der Prohaska-Seilstopper in Abb. 8 ist das Ergebnis 30-jähriger Bemühungen um eine Lösung, die ohne die Mängel älterer Karabiner-Rücklaufsperren ist, wie z. B. des Gardaknotens. Er funktioniert auch mit Rundprofil-Karabinern.

Umlenkkarabiner und Bremskarabiner können verschieden sein. Über den Karabiner-Klemmknoten-Prohaska wurde im letzten Kletterblatt berichtet (Kletterblatt 2009). In Abb. 9 ist dargestellt, wie man ihm durch Karabiner-Rundschläge dem Machard ähnliche Eigenschaften verleihen kann. Er ist dann kein Schwerlast-Klemmknoten mehr, aber er lässt sich im Steilgelände, wenn Spezialgeräte fehlen, als mitlaufende Sicherung an einem fixen Seil verwenden.
| Der Autor: Heinz Prohaska Techniker, Bergsteiger, Arborist und Knotologe |
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