SKT mit Hardy Krüger im Forsthaus Falkenau

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Serienmäßig Baumpflege: Hardy Krüger, der Förster von Falkenau, ein sympathischer sportlicher Schauspielprofi, wurde erst kurz vor dem Dreh in einem zehnminütigen Crashkurs auf seine Aufgabe, sich von einem Baum abzuseilen, vorbereitet. In nur wenigen Anläufen war die Szene im Kasten. Eine weitere Herausforderung bestand in der Besteigung einer Fichte zur Samenernte. Auch hierbei machte Hardy eine „bella figura“. Er ist nach der Szene neugierig auf die Baumkletterei geworden. Der A-Schein wäre doch eine feine Sache!

In einem traditionell angelegten bayerischen Biergarten steht eine alte Rosskastanie, aus deren Stamm die gelblichen Fruchtkörper des Schwefelporlings sprießen. Die Wirtsleute sind um die Sicherheit des Baumes und ihrer Gäste besorgt und bitten den „Förster von Falkenau“ um fachlichen Rat. Der Förster, gespielt von Hardy Krüger jr., besteigt den Baum in Doppelseilklettertechnik und verordnet eine eingehende Untersuchung. Anschließend wird ein Zugversuch zur Ermittlung der Stand- und Bruchsicherheit durchgeführt und festgestellt, dass der Baum trotz der Vorschäden noch erhalten werden kann. Ausgestrahlt wurde diese Baumkletterszene in der Vorabendserie Forsthaus Falkenau im März 2007.

So weit, so gut. Doch sind an diesen Einsätzen drei Dinge bemerkenswert:

1. Die Baumpflege ist mittlerweile in der „Normalwelt“ angekommen und wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dazu beigetragen haben auch Erfolgsgeschichten wie die des sechsmaligen Weltmeisters im Baumklettern, Bernd „Beddes“ Strasser, die das Medieninteresse auf sich zogen. In Shows wie „Wetten dass“ und in zahlreichen Dokumentationen wurde die professionelle Baumpflege und Baumkletterei einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Doch trotz des mittlerweile hohen Professionalisierungsgrades hat Baumpflege auch heute noch für viele einen Hauch von Spannung und Abenteuer.

2. Die Zugversuchsmethode wurde erstmals einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Dem Zuschauer wurde vermittelt, dass alte Bäume oftmals trotz offensichtlicher Vorschäden noch erhalten werden können. Um geeignete Maßnahmen zum Erhalt empfehlen zu können, sind jedoch Voruntersuchungen erforderlich und hierzu steht Sachverstand und modernste Messtechnik „made in Germany“ zur Verfügung.

3. Die grüne „Kompetenz“ jedoch, so wird hier dargestellt, liegt nach wie vor bei Vertretern der Forstwirtschaft, obwohl dieser Studiengang nahezu keine Kenntnisse im Bereich der Baumpflege vermittelt. Hier sind noch Defizite erkennbar, die darauf hinweisen, dass sich die Baumpfleger noch mehr als Berufsstand in der Öffentlichkeit zeigen müssen.

Der Autor: Erk Brudi
Brudi & Partner – TreeConsult

 
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