… als ob ein zweites Leben in der Schublade wär‘ !

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Geklebter SpleißRussisches Roulette im Baum. Über einen eher zweifelhaften Umgang mit der PSA.

Dieser zugeklebte Spleiß wurde uns zur PSA-Kontrolle, die einmal jährlich durch einen Sachkundigen durchgeführt werden muss, zugesandt. Da man einen zugeklebten Spleiß nicht kontrollieren kann, mussten wir zuerst einmal das Tape entfernen. Was uns da zu Augen kam, konnten wir kaum glauben: Das Seil war auf kurze Distanz mit einem Takelgarn zusammengenäht worden. Das ist natürlich mehr als nur nachlässig oder leichtsinnig. Das ist nicht nur gegenüber der eigenen Gesundheit verantwortungslos. Denn erstens sind nur zertifizierte Spleiße für PSA zugelassen, zweitens darf der Spleiß nicht zuklebt sein (die Kontrolle muss jederzeit visuell möglich sein) und drittens setzt diese Art der Vernähung auf eine unendliche Langmut des Schicksals. Kurz, dies ist schlichtweg selbstmörderisch und würde auch nicht im Ansatz einer Normprüfung standhalten.

Man kann ja viel über Normen diskutieren und unbestreitbar gibt es sie auch, die Vorschriften und Normen, die beim besten Willen keinen Sinn ergeben. Aber in diesem Fall sind Vorschrift und Norm gerechtfertigt, weil sie das Leben des Kletterers und der Kletterin schützen. Also: So nicht!! Die PSA heißt nicht nur so, sie ist es auch: eine SCHUTZausrüstung.

Online blättern im Kletterblatt 2011: "... als ob ein zweites Leben in der Schublade wär!" Nach oben
 

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