Tipp 2017

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Kurzberichte zu Bungee-Schlinge und Kambiumschoner

Bungee-Schling

Über den Tellerrand geschaut – die Bungee -Schlinge

Peter Maroschek hat nicht nur über den Tellerrand geschaut, sondern kräftig hingelangt und sich etwas für seine Idee geholt: In der Gymnastik einst als Deuserband bekannt, ist das Produkt über die Physiotherapie zum Sport als Powerband gelangt und erlebt jetzt eine neue Renaissance als „Bungee-Sling“ beim Baumklettern, wenn seine Idee Schule macht.Über den Tellerrand geschaut – die Bungee -Schlinge

.Peter Maroschek ist Baumpfleger und Ausbilder der Münchner Baumkletterschule. Und er tüftelt gerne. Im Kletterblatt 2010 hat er mit dem Gecko Slip eine originelle Idee zur Seilumlenkung präsentiert. Jetzt hat er mit dem ‚Powerband‘ eine Bungee-Sling-Variante für die Baumkletterer entwickelt: Seine Bungee-Schlinge (Bungee-Sling) ist die Lösung für einige Probleme und die Optimierung von Anwendungen beim Baumklettern. So lässt sich beim Seileinziehen mit der Bungee-Sling der Wurfbeutel über enge Astgabeln katapultieren und das Feststecken des Wurfbeutels verhindern. Als Abzieher beim Rollenkambiumschoner hilft die Bungee-Sling, die Rolle beim Ausbau aus der Schlinge zu ziehen. Mit dem Gummi schafft man es, den dafür notwendigen Impuls auch in große Höhe an den Kambiumschoner und damit an die Rolle zu bringen. Und last but not least, hilft die Bungee-Sling beim Seil-Aufstieg, wenn es darum geht, die Kniesteigklemme automatisch nach oben zu ziehen.

Der Autor:
Peter Maroschek
www.Gecko-Baumdienst.de

 

Kambiumschoner

Plumps – Der Kambiumschoner

Plumps – Der KambiumschonerRalph Mohr, Baumpfleger und Ausbilder bei der  Münchner Baumkletterschule, ärgerte sich öfters, weil sein verstellbarer Rollenkambiumschoner beim Ausbau vor der Schlinge hängen blieb und nicht herausrutschen wollte. „Wenn die Kambiumschoner-Rolle beim Einbau nicht komplett durch die Schlinge gezogen wird, kann sie beim Ausbau nicht davor hängen bleiben“, dachte er sich. Aber wie hält man die Rolle in der Schlinge? Ralph ist Schwabe. Vermutlich erinnerte er sich an die Geschichte mit dem Ulmer Spatz. Der Sage nach wollten die Ulmer beim Bau ihres Münsters schon das Stadttor abreißen, da sie einen großen Balken nicht durch das enge Tor bringen konnten. Ein Spatz mit einem langen Zweig im Schnabel flog, den Zweig längs haltend, durch das Tor und zeigte ihnen so, wie man einen langen Balken durch ein enges Tor transportieren kann. Ergo, umgekehrt gilt dann auch: Wenn die Rolle nicht durch die enge Schlinge soll, muss der Karabiner eben quer gelegt werden. Und siehe da, es funktionierte. Der „Plumps“ war geboren. Sobald das Kletterseil aus der Rolle gezogen wird, macht es Plopp und die Rolle plumpst zuverlässig aus der Schlinge. Plumps!

Die Zutaten: Ein gespleißtes Kletterseil mit einem etwas größerem Auge (Sondergröße), eine Klemmknotenschlinge, ein enger 3-Wege-PSA-Karabiner (z.B. Omni Triact), ein Abzieher mit Abziehkarabiner und eine Rolle (Pinto). Wichtig, das gespleißte Auge hat keine Spreizhilfe integriert.Plumps – Der Kambiumschoner So bleibt es beim Abziehen nicht in engen Astgabeln stecken. Die Klemmknotenschlinge am besten mit Fixiergummis am Verrutschen hindern.

Nicht verschwiegen sei, es funktioniert so rasant und schnurgerade, dass man kaum durch Zug am Seil verhindern kann, wenn das System beim Direktflug in die nächste Astgabel fällt und sich dort festsetzt. Man kann Vieles haben, aber eben nicht Alles! Zumindest solange, bis der Nächste wieder eine Idee hat. Tom Eckert hat zwar für das Feststecken in Astgabeln keine Lösung (s.o.), aber eine Verbesserung, um das Scheuern der Karabinerhülse am Stamm zu umgehen. Er ersetzt den Karabiner durch den „Ring Open“ von Petzl. Problem gelöst. Leider ist der Ring aber nicht ganz so durchrutschsicher wie der Karabiner. Damned, wie war das mit den Vorteilen?

Der Autor:
Tom Eckert
Baumflitzer Bamberg

 
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