20 Jahre Schutzbekleidung: „20 Innovationen im Jahre 2010 für 20 Jahre Pfanner Schutzbekleidung“, das verspricht Firmeninhaber Toni Pfanner. Dass dies keine gewagte Ankündigung ist, hat er in den vergangenen 20 Jahren mit vielen innovativen und pfiffigen Produkten bewiesen.
Am Anfang war der Ärger. Der Ärger von Toni Pfanner über die schlechte Qualität von Schutzbekleidungen. Überzeugt, dass er bessere Schutzkleidung produzieren könne, entschloss er sich 1990 mit 32 Jahren für die Selbständigkeit. Und seitdem schreibt die Firma aus Vorarlberg eine Erfolgsstory, die beeindruckend ist. Die jüngste Ehrung kommt von der Redaktion des Fachmagazins „Holzkurier“. Für herausragende Leistung verlieh sie Pfanner die Auszeichnung „Forstausstatter des Jahres 2010“.
Rot wird Trumpf
Auch die Baumkletter-Szene ist heute ohne Pfanner nicht mehr vorstellbar. Vor 12 Jahren suchten Bruno Erhart und Johannes Bilharz einen Overall für Baumkletterer, mit Schnittschutz im Bauch- und Beinbereich und hohem Bewegungskomfort. Mehrere Versuche mit Bekleidungsherstellern schlugen fehl, weil die Prototypen eher Ritterrüstungen glichen. Dann hörten die beiden von einem genialen roten Stretchoverall, der für die Flugrettung entwickelt worden war. Hersteller: Toni Pfanner! Der griff die Idee auf. Bruno und Johannes entschieden, die Farbe Rot zur Farbe der Baumkletterer zu machen. Man wollte sich vom damals vorherrschenden Einheitsgrün der Gärtner und Forstleute abheben. Die neu entwickelte Stretch-Schnittschutzkleidung war ein einschlagender Erfolg und Rot wurde nicht nur die Farbe der kletternden Baumpfleger. Sie hat sich schnell auch im Forst ihren Platz erobert und steht für leicht, bequem und robust.
Gesund gewachsen
Gestartet hatte Pfanner sein Unternehmen in Hohenems in Vorarlberg: „Wir sitzen in Vorarlberg im Zentrum Europas.“ Das Unternehmen ist immer noch fest in der Region verwurzelt. Doch heute trägt man Pfanner auf den britischen Inseln, das Fachhändlernetz reicht bis nach Skandinavien, und auch im Osten und Süden von Europa ist Pfanner präsent. In den 20 Jahren seines Bestehens hatte das Unternehmen bisher jährlich zweistellige Umsatzzuwächse. In den besten Jahren bis zu 30 %. Wichtig ist für Toni Pfanner jedoch das kontinuierliche Wachstum und dass neben der Quantität auch die Qualität mit dem Wachstum Schritt hält. Inzwischen hat das Vorarlberger Familienunternehmen auch eine eigene Produktion in der Slowakei. In Lohn arbeiten Unternehmen in Ungarn und Portugal zu. Die Stoffe werden in Österreich, Deutschland, Spanien und in der Schweiz produziert. Pfanner legt Wert darauf, dass neben der Funktionalität seiner Schutzbekleidung auch Passform, Komfort und Langlebigkeit einen hohen Standard haben. So verspricht er z. B. für seine Schnittschutzhosen eine um 50 % längere Haltbarkeit. Das sei auch eine Frage der Nachhaltigkeit, wenn man bei den Produkten auf eine extrem gute Haltbarkeit achte. Ebenso ist es für ihn selbstverständlich, dass alle verwendeten Materialien ÖkoTex zertifiziert und damit schadstofffrei sind.
Innovation als Triebfeder
Für Baumkletterer ist Pfanner rot. Die Firma selbst setzt auf Gelb. Auf allen wichtigen Messen, wie in Hannover, Luzern und Augsburg, ist Pfanner anzutreffen. Mit seinen sieben gelben LKWs, die für ihn durch Europa touren, schafft er problemlos mehrere Messeauftritte gleichzeitig. Der direkte Kontakt zu seinen Kunden ist dem Unternehmen wichtig. Das Kundenvertrauen möchte der Vorarlberger aber vor allem durch ständige Investitionen in neue Entwicklungen ausbauen. Deshalb werden fünf bis sieben % des Jahresumsatzes in die Forschung und Entwicklung investiert. Wichtig hierbei sind besonders die Patente, doch Imitate der Konkurrenz sind für den Unternehmer ein großes Ärgernis. Somit investiert er viel Geld in den aktiven Marken- und Patentschutz. Bei den registrierten Pfanner-Marken Stretch Air (Schutzbekleidung), Stretch Flex (Handschuhe), Stretch Zone (Arbeitskleidung) und Klima Air (Schuhe) achtete man auf einfache Namensgebung. Vor allem die Untermarken Gladiator und Nano Shield sind den Kunden wohl bekannt. Dazu Pfanner: „Wenn jemand zu uns ins Geschäft in Hohenems kommt, sucht er keine Schnittschutzhose, sondern einen Gladiator.“ Hunderte Kilometer Anfahrtszeit nehmen viele Kunden in Kauf, um persönlich beraten zu werden und die Kleidungsstücke auszuprobieren. Auch zahlreiche Großkunden kann Pfanner als Referenz angeben. Hierzu zählen beispielsweise die Bayerischen Staatsforste, die Österreichischen Bundesforste und auch die Schweizer Polizei.
Kleidung mit System
Wenn Pfanner von Schutzbekleidung mit System spricht, dann meint er das auch. Jede Schnittschutzhose, Jacke oder Socke, jeder Handschuh besteht aus speziellen, durchdachten Stoffen und Funktionen für den täglichen Arbeits- und Freizeiteinsatz. In den Unternehmensfarben und im eigenen Design liefert Pfanner Schnittschutzhosen, Funktionsunterwäsche, Wärmebekleidung, Forstjacken, Hosenträger, Gurte und Waschmittel. Ferner stehen optional auch selbst gefertigte Forstschuhe zur Verfügung. Besonders stolz ist Pfanner auf den Gladiator- und den Cocona-Stoff.
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.