Kurzberichte zum Arbor Camp 2013 und zu einem Wurfleinengewicht.
| Arbor Camp macht 2014 Pause | Regelmäßig berichten wir im Kletterblatt über das Arbor Camp. Auch 2013 trafen sich wieder über 200 Teilnehmer in Bad Ramsach (CH) beim Treffen der etwas anderen Art für Baumpfleger. Vor idyllischer Kulisse gab es ein vielfältiges Programm für jüngere und ältere Camp-Teilnehmer. Fachvorträge zu Themen rund um die Arboristik boten viele nützliche Informationen. Aber es ging nicht nur traditionell zu. Rappende Referenten z. B. hielten einen Vortrag, der die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer begeisterte.
Neben dem fachlichen Teil gab es wieder jede Menge Spaß in der Baumschaukel oder im Café in den Baumwipfeln und mehr. Eine Sache trübte die gute Stimmung: 2014 wird das Arbor Camp eine Pause machen. Doch 2015 wird es garantiert das 6. Arbor Camp geben. Weitere Informationen und Bilder gibt’s bei Freeworker. |
| Wurfleinengewicht |
| Das Problem ist bekannt und lästig. In dichten Kronen kann sich das herkömmliche Wurfsäckchen schnell mal im Geäst verfangen. Wie kann das verhindert werden. Axel Tuor, Forstwirt und Baumpfleger, hatte eine Idee:
„Das Problem ist, dass die Wurfsäckchen erstens weich und nachgiebig sind, sich daher mehr in die Astgabeln hineinzwängen, statt darüber zu gleiten, und zweitens sind sie eher kugelförmig oder zumindest kurz gehalten und können sich somit auch schneller um einen Ast oder Zweig wickeln. Um diese doch sehr ärgerlichen Vorkommnisse beim Seileinbau zu minimieren, habe ich das Wurfleinengewicht entwickelt. Es handelt sich um ein kegelförmiges Stahlgewicht, ähnlich einem Senkblei. Es besitzt einen sehr kleinen Ring für die Wurfleine und ist länger als ein gewöhnliches Wurfsäckchen. Auch ist der massive Stahlkörper etwas schwerer. Anwendung: Die Wurfleine wird wie gewohnt mit einem Wurfsäckchen in den Baum geworfen/ geschossen. Wenn der passende Ankerpunkt getroffen wurde und das Säckchen auf der andren Seite wieder auf den Boden gelangt ist, wird das Wurfleinengewicht wieder gegen das Wurfsäckchen ausgetauscht, da das Wurfleinengewicht aus Sicherheitsgründen nur zur Positionierung der Wurfleine verwendet werden sollte. Durch den kleinen Ring und die langgezogene Kegelform des Gewichts gleitet es vor allem im Fein- und Schwachastbereich besser über Astgabeln. Durch die längere Tropfenform wickelt es sich weniger um Zweige. Durch die starre Form hebt es sich viel leichter über Engstellen hinweg und rutscht auch im Feinastbereich schneller durch den Kronenmantel.“ Axel Tuor hat sich gute Gedanken zum Problem des verwickelten Wurfsäckchens gemacht. Wir haben nachrecherchiert und festgestellt, dass vor 3 Jahren der kanadische Hersteller mit seinem RopeArmor ein ähnliches Produkt vorgestellt hat. Inzwischen gibt es auch von anderen Herstellern ähnliche Produkte. Trotzdem finden wir die Überlegungen von Axel Tuor Klasse. Das zeigt aber, dass in der Praxis Probleme bekannt sind und viele Praktiker nochnach geeigneten Lösungen suchen. Achtung: Stahlgewichte zu werfen ist sehr gefährlich! Wenn geworfen wird, muss sicher gestellt sein, dass im Radius zur Wurfentfernung niemand steht. Beim Abziehen am besten die Wurfleine am Stammfuß (z. B. mit Schlinge und Karabiner) umleiten. So ist sichergestellt, dass das Wurfgewicht nicht zur ziehenden Person geschleudert wird, sondern in Richtung Umlenkpunkt. Quick Kit Wurfgewicht bei Freeworker |
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