{"id":962,"date":"2012-04-11T19:00:14","date_gmt":"2012-04-11T19:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/kl.freeworker.de\/?p=962"},"modified":"2013-10-30T16:15:09","modified_gmt":"2013-10-30T14:15:09","slug":"schnittzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baumkletterschule.de\/kletterblatt\/archiv\/2012\/schnittzeit","title":{"rendered":"Schnittzeit &#8211; Fatale Irrt\u00fcmer der Baumexperten (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"up\"><\/a><strong>Was ist die beste Schnittzeit? Dar\u00fcber streiten Vogelsch\u00fctzer, Baumpfleger, Obstbaumschneider und Kleing\u00e4rtner. Sie reiben sich an Begriffen wie Sommer- und Winterschnitt. Doch ob Fachleute oder Laien, kaum jemand kennt sich wirklich damit aus. Das zumindest meint Johannes Bilharz. Er kritisiert die g\u00e4ngige Lehrmeinung bez\u00fcglich \u201eSommerschnitt\u201c, sieht das Thema Schnittzeit in Lehrb\u00fcchern unterrepr\u00e4sentiert und behauptet, dass durch falschen \u201eSommerschnitt\u201c B\u00e4ume sogar absterben k\u00f6nnen. Harter Tobak.<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Seit Shigo verharrt die Baumpflege auf den Be-obachtungen und Erkenntnissen der Forschung bez\u00fcglich Abschottung und Kompartimentierung sowie auf Kallusbildung bei Wundr\u00e4ndern. Baumpfleger st\u00fcrzen sich auf das Erkennen von Schadpilzen und auf die Beurteilung der Verkehrsicherheit. Ein bisschen Abwechslung bringen Krankheiten in das Leben der Baumpfleger (z.B. Pseudomonas, Eichenprozessionsspinner, Massaria). Alles wichtige Themen, keine Frage.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eines der ureigensten Themen der Baumpflege, der Baumschnitt, wird hingegen stark vernachl\u00e4ssigt. Zugegeben nicht nur aus Ignoranz, sondern systembedingt. Reaktionen auf den Schnitt dauern Monate und Jahre, da lassen sich die Zusammenh\u00e4nge nur noch sehr schlecht \u00fcberschauen. Zu diesem Thema geh\u00f6rt sehr wesentlich die Frage nach der richtigen Schnittzeit. Die Bedeutung der Schnittzeit wird leider in der Baumpflege-Welt weitgehend ignoriert, nicht erkannt oder auf Floskeln reduziert. Schlimm nur, dass diese Nicht-Beachtung gerade auch in Baumgutachten, wo Ma\u00dfnahmen ohne konkrete Angaben zur Schnittzeit empfohlen werden, f\u00fcr den Baum gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Stiefkind Schnittzeit<\/strong><br \/>\nStimmt nicht, werden Sie vielleicht einwenden, die Baumpflege tritt doch seit Jahren f\u00fcr den Sommerschnitt ein. Darin liegt genau das Problem. Es wird lediglich unterschieden zwischen \u201eWinter-\u201e und \u201eSommerschnitt\u201c, evtl. wird noch der Begriff \u201eSchnitt w\u00e4hrend der Vegetation\u201c nachgeschoben. Gefragt, was die Unterschiede seien, wei\u00df jedoch kaum jemand konkrete Antworten. Nirgendwo wird differenziert oder werden die Begriffe definiert. Weder Wissenschaftler, Buchautoren, noch Gutachter gehen auf das Thema ein, oder nur unspezifisch am Rande. Nicht verwunderlich, wenn ausgebildete und gepr\u00fcfte Baumpfleger auch nach Lehrg\u00e4ngen, die sie zum Baumpfleger qualifizieren, keine einheitliche klare Vorstellung davon haben, was im Laufe der Vegetation so alles im Baum passiert und noch wichtiger, welche Auswirkungen der Baumschnitt in den einzelnen Vegetationsstadien hat. F\u00fcr die meisten gilt deshalb: \u201eHauptsache, es wird w\u00e4hrend der Vegetation geschnitten\u201c, weil der Baum im Winter nicht abschotten kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Gef\u00fchlt wissen durchaus viele, dass die Schnittma\u00dfnahme abh\u00e4ngig ist von der Aufgabenstellung, der Baumart, vom Zustand des Baumes und von der Jahreszeit. Aber es herrscht Ratlosigkeit bei der Frage, was denn genau die Unterschiede sind. Was ist denn beispielsweise konkret der Unterschied, wenn ich eine alte 400 Jahre alte Linde stark eink\u00fcrze oder eine 200 j\u00e4hrige Eiche? Was w\u00e4re zu beachten, wenn ich den Schnitt im Fr\u00fchjahr oder Herbst oder gar im Winter ausf\u00fchre? Wer kann mir weiterhelfen oder sagen, wo ich das nachlesen kann?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Offizieller Kenntnisstand Schnittzeit<\/strong><br \/>\nWenn ich Praktiker befrage oder Fachb\u00fccher bzw. Fachberichte studiere, zeigt sich mir folgendes Bild \u00fcber die derzeitige Lehrmeinung zur Schnittzeit bei B\u00e4umen: Winter ist Winter. Im Winter ruht der Baum, der Pilz nicht. Deshalb sei der Schnitt im Winter schlecht, weil der Baum nicht auf den Schnitt reagiert und abschotten kann, der Pilz mithin ungehemmt im wehrlosen Baum Unheil anrichtet, weil er auch bei niedrigeren Temperaturen aktiv ist. Manchmal h\u00f6rt oder liest man immerhin, Kallusbildung sei am besten, wenn im Fr\u00fchjahr nach dem Laubaustrieb geschnitten werde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nirgendwo h\u00f6re oder lese ich, dass Schnittma\u00dfnahmen in Beziehung gesetzt werden zu den sich im Jahresverlauf \u00e4ndernden, physiologischen Vorg\u00e4ngen in B\u00e4umen. Kaum jemand wagt vorherzusagen, wie der Baum auf die Ma\u00dfnahmen reagiert. Es ist zwar zu h\u00f6ren und zu lesen, dass der Baum m\u00f6glicherweise erst mal geschw\u00e4cht wird oder stark austreiben wird (Stichwort Wasserschosse), aber \u00fcberall da, wo ich das gelesen oder geh\u00f6rt habe, war nie die Rede von einer vorgegebenen Schnittzeit. Die Schnittzeit ist jedoch von zentraler Bedeutung, wenn ich die Reaktion des Baumes auf Schnittma\u00dfnahmen voraussagen m\u00f6chte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Warum ist die Beachtung der Schnittzeit so wichtig?<\/strong><br \/>\nDie Reaktion von B\u00e4umen auf Schnittma\u00dfnahmen beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf die bessere oder schlechtere Abschottung. Der Baumschnitt greift direkt in die Baumphysiologie ein. Die physiologischen Vorg\u00e4nge sind jahreszeitlich sehr unterschiedlich. Deshalb d\u00fcrfte es eigentlich nicht verwundern, dass \u201eSchnitt in der Vegetation\u201c, oder der undefinierte \u201eSommerschnitt\u201c nicht als Vorgabe f\u00fcr Schnittma\u00dfnahmen ausreicht. Ein und derselbe Schnitt wirkt sich deshalb zwangsl\u00e4ufig unterschiedlich auf den Wuchsverlauf und die Baumreaktion aus, je nachdem wann geschnitten wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Reservestoff-Versorgung von B\u00e4umen<\/strong><br \/>\nEine wesentliche Rolle spielen dabei die Reservestoffe. Der Reservestoffzyklus muss in Schnittzeit-\u00dcberlegungen unbedingt mit einbezogen werden. Die Thematik \u201eReservestoffe\u201c wurde durchaus schon in fr\u00fcheren Jahren von der Wissenschaft untersucht. Auch in der Praxis kennt zumindest der Erwerbsobstbauer den Einfluss der Reservestoffe bei Schnittma\u00dfnahmen in unterschiedlichen Jahreszeiten. Am deutlichsten zeigt sich das an der Austriebst\u00e4rke von Neutrieben. Die Baumpflege hat diese Erkenntnisse bisher noch nicht im Blick. Vereinzelt wird es in der Literatur erw\u00e4hnt, dann aber nur beil\u00e4ufig und ohne konkreten Zusammenhang.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was ist eine g\u00fcnstige Schnittzeit?<\/strong><br \/>\nEs gibt sicherlich technische Gr\u00fcnde, eine bestimmte Schnittzeit gut oder schlecht zu finden:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u2013 der Bauer hat vielleicht im Winter mehr Zeit, um Obstb\u00e4ume zu schneiden (oft zitiert)<br \/>\n\u2013 der Baumpfleger erkennt im Sommer das Totholz besser (O-Ton aus einem Fachbericht)<br \/>\n\u2013 es ist f\u00fcr den Baumpfleger ges\u00fcnder und angeneh-mer, Platanen im Winter zu schneiden (sehe ich ein)<br \/>\n\u2013 der Naturschutz m\u00f6chte bekannterma\u00dfen im Fr\u00fchjahr die br\u00fctenden V\u00f6gel sch\u00fctzen (alles eine Frage der Priorit\u00e4t)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese oft zitierten Gr\u00fcnde sind sekund\u00e4re, aber nicht baumspezifische Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wahl der optimalen Schnittzeit. Dar\u00fcber spreche ich hier nicht. Mir geht es um die Reaktion im Baum bzw. was ein Schnitt zu einem bestimmten Zeitpunkt f\u00fcr den Baum bedeutet und welche Reaktionen im Baum aufgrund des Schnittes in der speziellen Jahreszeit ablaufen oder zu erwarten sind. Dar\u00fcber gibt die Baumpflegeliteratur leider keine Ausk\u00fcnfte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus den Erkenntnissen meiner 35-j\u00e4hrigen Praxis postuliere ich folgende These:<br \/>\nB\u00e4ume k\u00f6nnen in vielen F\u00e4llen das ganze Jahr geschnitten werden, wenn der Baumpfleger die physiologischen Zusammenh\u00e4nge bei B\u00e4umen kennt und den Schnitt entsprechend an die Zielsetzung anpassen kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schnittma\u00dfnahme und -zeit stehen in direktem Zusammenhang und k\u00f6nnen nicht isoliert betrachtet werden. Bei bekanntem Ziel legt man entweder 1.) die Schnittzeit fest und leitet daraus die Ma\u00dfnahme ab, oder 2.) man legt die Schnittma\u00dfnahme fest und bestimmt den bestm\u00f6glichen Zeitpunkt daf\u00fcr. Letzteres w\u00e4re sicherlich am optimalsten f\u00fcr den Baum. Es w\u00e4re aber praxisfremd zu glauben, man k\u00f6nne im gewerblichen Alltag f\u00fcr jeden Baum und Strauch die jeweilig g\u00fcnstigste Schnittzeit ausw\u00e4hlen. Im \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnbereich kann ich mir das noch vorstellen, zumindest bei einheitlichem Baumbestand. Aber bei Privatgrundst\u00fccken kommt der Baumpfleger oder G\u00e4rtner einmal zum Kunden und erledigt dabei alle anstehenden Aufgaben ohne R\u00fccksicht auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse der einzelnen Str\u00e4ucher und B\u00e4ume. Der Sommerflieder wird deshalb zum gleichen Zeitpunkt geschnitten wie die Forsythie. Beides Mal ist das Ziel m\u00f6glicherweise gleich (z.B.\u00a0 Bl\u00fctenpracht), aber die optimale Schnittzeit daf\u00fcr ist unterschiedlich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Gl\u00fccklicherweise gibt es M\u00f6glichkeiten, Ziele durch Anpassung der Schnittma\u00dfnahme (Art und Umfang) an die aktuelle physiologisch vorherrschende Situation im Baum zu erreichen. Dazu muss man aber wissen, was zum jeweiligen Zeitpunkt im Baum vor sich geht. Dieses Wissen ist in der Wissenschaft durchaus vorhanden, wird aber von der Baumpflegefachwelt kaum beachtet und dessen Bedeutung nicht erkannt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was l\u00e4uft im Baum im Jahresverlauf ab?<\/strong><br \/>\nEs mag erst mal langweilig klingen, was ich jetzt aufz\u00e4hle, aber weil es entscheidend ist f\u00fcr den Schnitt, halte ich es f\u00fcr wichtig um die Bedeutung f\u00fcr Reaktionen auf den Schnitt zu verstehen. Der Baum hat eine Wachstumsphase im Fr\u00fchjahr. Viele \u201eVerbraucher\u201c ringen um die in Bl\u00e4ttern gebildeten Assimilate. Assimilate werden gebraucht f\u00fcr Fruchtbildung und -wachstum, L\u00e4ngen- und Dickenwachstum, Neutriebbildung, Abwehrreaktionen, Abschottung usw. Die Hierarchie der Verteilung dieser knappen Ressourcen \u00e4ndert sich im Jahresverlauf, aber auch von Jahr zu Jahr (z.B. Jahr mit vielen Fr\u00fcchten im Vergleich zu einem Jahr ohne).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Irgendwann im Sommer beginnen B\u00e4ume unserer Breiten umzuschalten. Von Art zu Art und innerhalb der Baumarten kann das nat\u00fcrlich stark variieren. Im Fr\u00fchjahr geht es um Blatt-, Triebl\u00e4ngen-, Dickenwachstum, Fruchtbildung uvm. Neutriebbildung wird Mitte der Vegetation beendet, neugebildete Zellen (Dickenwachstum) zeigen zum Ende der Vegetation einen anderen Zellaufbau als im Fr\u00fchjahr. Ganz wichtig f\u00fcr den Schnitt: im letzten Vegetations-Drittel (vage Sch\u00e4tzung von mir)\u00a0 werden vermehrt Reservestoffe gebildet und eingelagert in Vorbereitung auf den Winter. N\u00e4hrstoffe werden aus Bl\u00e4ttern abgezogen. Interessant ist, wo Reservestoffe im Baum eingelagert werden. Das ist haupts\u00e4chlich in der Wurzel, im Stamm und in den dicken \u00c4sten. Eine gute Versorgung mit Reservestoffen ist wichtig, um die Atmung im Winter aufrecht zu erhalten, aber auch f\u00fcr die Frosth\u00e4rte und nat\u00fcrlich ganz wichtig f\u00fcr den Austrieb im Fr\u00fchjahr, da ohne Bl\u00e4tter die Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr Assimilate fehlen. Sobald die Bl\u00e4tter da sind, sind die Reservestoffe weitgehend verbraucht. Sie werden nach und nach zum Jahresende hin zunehmend wieder aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schon hier wird deutlich, dass der Begriff \u201ew\u00e4hrend der Vegetation\u201c unzureichend die physiologische Situation im Baum ber\u00fccksichtigt.\u00a0 Es kann deshalb nicht pauschal hei\u00dfen: B\u00e4ume sollten w\u00e4hrend der Vegetation geschnitten werden oder noch schlimmer, Sommerschnitt sei das Beste f\u00fcr den Baum. So einfach ist es leider nicht. Ohne Differenzierung geht es nicht. Einstein soll einmal gesagt haben: \u201eMan sollte alles so einfach wie m\u00f6glich sehen &#8211; aber auch nicht einfacher.\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Botanik misst die Vegetationsstadien nicht anhand des Kalenderdatums, sondern hat daf\u00fcr den Begriff \u201ePh\u00e4nologie\u201c eingef\u00fchrt. Ph\u00e4nologie ist die Lehre vom Einfluss der Witterung und des Klimas auf die jahreszeitliche Entwicklung der Pflanzen. Das k\u00f6nnte doch ein Ansatz f\u00fcr die Zukunft sein. Wir sollten auch in der Baumpflege ph\u00e4nologische Zeitr\u00e4ume benennen, die die jeweils vorherrschende physiologische Situation im Baum widerspiegeln.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Weg mit dem Sommerschnitt<\/strong><br \/>\nVerbannt bitte das Wort \u201eSommerschnitt\u201c aus dem Sprachgebrauch in der Baumpflege, zumindest so lange, bis genaue Bezeichnungen f\u00fcr die verschiedenen physiologisch unterscheidbaren Zeitr\u00e4ume definiert sind. Und h\u00f6rt auf, den \u201eSommerschnitt\u201c oder \u201eSchnitt w\u00e4hrend der Vegetation\u201c als Pauschalzeit f\u00fcr Schnittma\u00dfnahmen in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Auswirkungen von Ma\u00dfnahmen im Jahresverlauf<\/strong><br \/>\nEs ist ein gravierender Unterschied, ob im Fr\u00fchjahr geschnitten wird, wo als Reaktion auf den Schnitt \u00c4ste neu austreiben k\u00f6nnen oder L\u00e4ngenwachstum provoziert wird, oder im Sommer, wo kein Triebwachstum mehr m\u00f6glich ist. Aber auch im Fr\u00fchjahr kann Schnitt unterschiedliche Auswirkungen haben.\u00a0 Folgt nach starken Schnitteingriffen im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr eine warme regenreiche Periode kann das ung\u00fcnstigen Sp\u00e4taustrieb zur Folge haben (Neutriebe reifen bis zum Winter nicht mehr aus und erfrieren). Die Witterung spielt also auch eine nicht unwichtige Rolle bei der Vorhersage der Reaktion auf den Schnitt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Leichtes Auslichten im Sommer (Juli, August), kann durchaus dazu f\u00fchren, dass \u00c4ste besser ausreifen. Das verbleibende Blattwerk kann die fehlende Blattmasse in der Energieleistung oft komplett kompensieren. Die verbleibenden Knospen entwickeln sich besser. Eine Schw\u00e4chung durch verminderte Reservestoffeinlagerung ist nicht zu erwarten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Anders die Situation bei starkem Schnitt w\u00e4hrend der Hauptphase der Reservestoffeinlagerung. In dieser Phase geschnitten kann es passieren, dass geschw\u00e4chte B\u00e4ume (z.B. alte Naturdenkmale) nicht ausreichend gesch\u00fctzt in den Winter gehen, d.h. nicht optimal mit Reservestoffen versorgt sind. Der Austrieb im Fr\u00fchjahr bleibt schwach, die Blattmasse gering, die Bildung neuer Assimilate ist suboptimal, die Abwehrkraft des sowieso schon schwachen Baumes sinkt noch weiter. Das kann f\u00fcr den Baum das Todesurteil sein. Deshalb Achtung vor dem Sommerschnitt! Nicht nur alte abg\u00e4ngige B\u00e4ume, sondern auch B\u00e4ume, die von Haus aus nicht so winterhart sind (z.B. Nussbaum, Pfirsich), verzeihen eine Schw\u00e4chung durch \u201eSommerschnitt\u201c oft nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was im einen Fall ein Vorteil ist, kann im anderen ein Nachteil sein. Wer z.B. auf Wachholderheiden den st\u00f6renden Hartriegel entfernen m\u00f6chte, der darf nicht im Winter schneiden, wie dies fatalerweise oft aus Gr\u00fcnden des Naturschutzes gemacht wurde (und wird?). Denn ein Gro\u00dfteil der Reservestoffe wird in den Wurzeln eingelagert. Wird der Hartriegel \u00fcber dem Boden abgeschnitten, erhalten die Wurzeln nicht nur einen Reiz und bilden aus dem fl\u00e4chigen Wurzelsystem viele Spr\u00f6sslinge, sondern die Wurzeln sind vollgepackt mit Reservestoffe, die die Spr\u00f6sslinge im Fr\u00fchjahr kr\u00e4ftig aus dem Boden sprie\u00dfen lassen. Nach wenigen Jahren ist die ganze Heide zugewachsen. Genau das Gegenteil von dem, was der Naturschutz mit der Ma\u00dfnahme erreichen wollte, n\u00e4mlich Offenhaltung der Heide.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was lernt man daraus?<\/strong><br \/>\nNicht nur der Hartriegel braucht Reservestoffe, sondern auch andere Baumgew\u00e4chse. Und wenn der Hartriegel im Winter abgeschnitten wird und er sich danach besser ausbreitet und w\u00e4chst, kann man sich leicht vorstellen, dass Schnitt im Winter je nach Ziel auch etwas Positives bewirken kann. Durch Schnitt im Winter kann der Baum z.B. im Trieb gef\u00f6rdert werden (mehr Triebe, mehr Bl\u00e4tter, mehr Dickenwachstum, mehr Stabilit\u00e4t&#8230;..).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Doch Achtung: Winter ist nicht gleich Winter. Zu Beginn der Vegetationsruhe, sitzen die Reservestoffe tief im Baum (Wurzel, Stamm, dicke \u00c4ste). Je n\u00e4her die Zeit des Blattaustriebes naht, werden die Reservestoffe mobilisiert und in die Fein\u00e4ste zu den Knospen transportiert. Wer es aus der Praxis nicht schon kennt, kann sich leicht ausrechnen, dass bei Schnitt zu Winterbeginn zum Zeitpunkt des Austriebes mehr Reservestoffe zur Verf\u00fcgung stehen als bei Schnitt nach der Mobilisierung der Reservestoffe im Sp\u00e4twinter. Klar ist unbestritten, dass die Abschottung zu Winterbeginn schlechter m\u00f6glich ist f\u00fcr den Baum als im Sp\u00e4twinter. Es muss also im Einzelfall immer abgewogen werden, ob Kompartimentierung wichtiger ist oder die Schonung der Reservestoffe. Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Diese Option sollten Baumexperten und Baumpfleger allerdings kennen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Gefahren Sommerschnitt<\/strong><br \/>\nIm Sommer (August\/September) geschnitten kann ein alter kr\u00e4nkelnder Baum (z.B. altes Naturdenkmal) so stark geschw\u00e4cht werden, dass der Baum den Winter nicht oder nur sehr schwach \u00fcberlebt. Grund: dem Baum werden beim Sommerschnitt sehr viele Bl\u00e4tter entnommen, so dass die Produktion und Einlagerung von Reservestoffe stark behindert ist oder verhindert wird. F\u00fcr einen kranken alten Baum kann dies das Todesurteil sein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es ist tragisch, wenn Baumpfleger versuchen, durch Schnittma\u00dfnahmen im \u201eSommer\u201c alten wertvollen Baumbestand zu retten, der Baum aber genau aufgrund dieser falschen Schnittzeit eingeht. Wer kommt schon auf den Gedanken, dass es die absolut falsche Schnittzeit war und der vermeintliche Retter und Fachmann den Untergang unwissentlich herbeigef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p align=\"left\">Wenn ich Berichte in Fachzeitschriften richtig deute, passiert das h\u00e4ufiger als man denkt. Doch leider wird das Absterben nicht der falschen Schnittzeit zugeordnet, sondern darauf, dass der Baum eben schwach sei und die Ma\u00dfnahme zu sp\u00e4t gekommen sei. Hat sich schon mal jemand gefragt, warum B\u00e4ume 200 Jahre werden und jahrzehntelang mit Schwachstellen leben und immer dann, wenn Baumpfleger zu Hilfe eilen und rettende Baumschnittma\u00dfnahmen durchf\u00fchren der Baum in kurzer Zeit abstirbt oder nach wenigen Jahren zur F\u00e4llung freigegeben werden muss? Stirbt der Baum, hei\u00dft es dann: \u201etrotz\u201c der Ma\u00dfnahme ist der Baum abgestorben, er war schon zu schwach oder die Ma\u00dfnahme kam zu sp\u00e4t. Ich vermute aber, es k\u00f6nnte h\u00e4ufig gerade \u201ewegen\u201c der Ma\u00dfnahme passiert sein, weil sie zur falschen Zeit durchgef\u00fchrt wurde. Baumpfleger als unfreiwillige Sterbehelfer.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Sommerschnitt bremst Austrieb im Fr\u00fchjahr<\/strong><br \/>\nWenn ich in Kursen davon rede, dass Sommerschnitt den Austrieb im Fr\u00fchjahr bremst, folgern viele sofort, dass man starken Austrieb nach dem Schnitt bei stark treibenden B\u00e4umen mindern k\u00f6nnte mit Sommerschnitt. Wer die Reservestoffeinlagerung mindert, mindert das Austriebspotential im Fr\u00fchjahr. Das ist richtig. Es muss aber trotzdem davor gewarnt werden, durch Sommerschnitt starkw\u00fcchsige B\u00e4ume im Wuchs zu bremsen. Denn es wird nicht nur das Austriebspotential im Fr\u00fchjahr gemindert, sondern B\u00e4ume werden bei starkem Schnitt im Sp\u00e4tsommer immer auch geschw\u00e4cht. Junge B\u00e4ume m\u00f6gen das im Laufe der Zeit wieder kompensieren, aber eine Sch\u00e4digung ist es allemal. Ich rate davon ab, denn es gibt andere unsch\u00e4dlichere M\u00f6glichkeiten durch spezielle Schnittma\u00dfnahmen den Wuchs zu bremsen.\u00a0 Ich habe Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten entdeckt, die es erm\u00f6glichen, durch speziellen Schnitt den Trieb so zu steuern, dass der Baum sich gesund entwickelt und kr\u00e4ftigt, jedoch in der H\u00f6he langsam entwickelt. Diese Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten werde ich zu sp\u00e4terer Zeit zu Papier bringen und ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Mein Appell<\/strong><br \/>\nEigentlich ist schon sehr viel Wissen bekannt. Es muss lediglich f\u00fcr die Baumpflege hervorgeholt und in die Baumpflege eingebunden werden. Deshalb appelliere ich an Professoren und Diplomanden oder Master-Studenten, sichtet die Literatur und tragt das schon vorhandene Wissen \u00fcber die Baumphysiologie in den einzelnen Vegetationsstadien zusammen! Es wird Zeit, dass wir mehr \u00fcber Auswirkungen von Schnittma\u00dfnahmen zu bestimmten Vegetationszeiten auf die Baumphysiologie und die Reaktion des Baumes auf den Schnitt erfahren. Das Thema Schnittzeit darf nicht l\u00e4nger stiefm\u00fctterlich behandelt oder ignoriert werden. Schnittma\u00dfnahmen m\u00fcssen immer in Zusammenhang mit der Zielsetzung und der Schnittzeit betrachtet werden!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Mein Anspruch an einen Baumexperten:<\/strong><br \/>\nDer Baumpfleger oder Baumexperte soll\u00a0 bei bekannter Zielsetzung die optimale Schnittzeit f\u00fcr den betreffenden Baum kennen und auch die physiologischen Gr\u00fcnde daf\u00fcr. Sollte der Zeitraum nicht frei w\u00e4hlbar sein, muss er in der Lage sein, den Schnitt so anzupassen, dass unter den gegebenen physiologischen Bedingungen zur jeweiligen Schnittzeit und unter Ber\u00fccksichtigung des Zustands und der Art des Baumes das vorgegebene Ziel der Schnittma\u00dfnahme m\u00f6glichst optimal und vorhersagbar herbeigef\u00fchrt werden kann. Baumpfleger sollten Fachkenntnisse haben, d.h. sie sollten nicht nur Rezepte kennen, sondern auch die Hintergr\u00fcnde, und sie sollten vorhersagen k\u00f6nnen, welchen Einfluss ihr Tun auf die weitere Entwicklung und die Reaktionen des Baumes hat.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nDie Schnittzeit ist nicht das einzige vernachl\u00e4ssigte Thema mit Auswirkungen auf die Reaktionen des Baumes auf den Schnitt. Nur wenige \u201eSchnittgesetze\u201c sind bekannt und werden in der Literatur genannt. In meiner langj\u00e4hrigen intensiven Arbeit (Baumschnitt) konnte ich zahlreiche, in B\u00fcchern noch nicht ver\u00f6ffentlichte Einflussfaktoren herausfiltern. Sie erm\u00f6glichen z.B., Wasserschosse auch bei starken Schnitteingriffen zu verhindern. Diese Erkenntnisse habe ich in den letzten Jahren in meinen Obstschnittkursen weitergegeben. Ich hoffe, es ist mir zeitlich irgendwann m\u00f6glich, diese Erkenntnisse, Theorien und Hypothesen aus der Praxis heraus entwickelt, aufzubereiten und durch Ver\u00f6ffentlichung einem breiteren Fachkreis zur Diskussion stellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<table border=\"1\" bgcolor=\"#E1E1E1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\nDer Autor: <strong>Johannes Bilharz<\/strong> (<a href=\"mailto:j.bilharz@baumkletterschule.de\">E-Mail<\/a>)<br \/>\nstartete 1977 damit, Obstb\u00e4ume zu schneiden, was er viele Jahre hauptgewerblich praktizierte. \u00dcber die Arbeit in G\u00e4rten von Privatkunden wurde schnell auch Strauch- und Baumschnitt zum Thema. Baumschnitt ist seither seine Leidenschaft. Dabei besch\u00e4ftigte ihn immer die Frage, was die B\u00e4ume \u201eim Innersten zusammenh\u00e4lt\u201c und auch die Frage, wie man \u00fcber Schnitt Baumwuchs lenken oder Reaktionen des Baumes beeinflussen kann. Die Gunst, gleiche B\u00e4ume \u00fcber viele Jahre schneiden zu k\u00f6nnen (die l\u00e4ngste Versuchsreihe dauert schon 32 Jahre) nutzt er f\u00fcr seine praktischen Studien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#808080\">\n<td valign=\"top\" align=\"left\" bgcolor=\"#808080\"><font color=\"#FFFFFF\"><strong>Erg\u00e4nzende Artikel des Autors<\/strong><\/font><\/td>\n<\/tr>\n<td valign=\"top\" align=\"left\" bgcolor=\"#FFFFFF\">Im Kletterblatt:<br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Schnittzeit Teil II&quot; Kletterblatt 2013\" href=\"..\/..\/?p=2124\" target=\"_blank\">Schnittzeit &#8211; Fatale Irrt\u00fcmer der Baumexperten (Teil II)<\/a> (Kletterblatt 2013)<\/p>\n<p>Auf dem Baumpflegeportal:<br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Beispiele f\u00fcr den Einfluss der Schnittzeit&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=517\" target=\"_blank\">Beispiele f\u00fcr den Einfluss der Schnittzeit bei der Baumpflege<\/a><br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Kritische Betrachtung einer wissensch. Untersuchung zur Schnittzeit&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=487\" target=\"_blank\">Kritische Betrachtungen einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Schnittzeit<\/a><br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;ZTV - \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=483\" target=\"_blank\">Schnittzeitempfehlungen in der ZTV &#8211; \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge<\/a><br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Was passiert im Baum im Jahresverlauf?&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=469\" target=\"_blank\">Was passiert im Baum im Jahresverlauf?<\/a><br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Schnittzeit von B\u00e4umen&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=461\" target=\"_blank\">Schnittzeit von B\u00e4umen \u2013 Eine Diskussion<\/a><br \/>\n<a title=\"Artikel &quot;Warum schneidet man Obstb\u00e4ume im Winter?&quot; auf dem Baumpflegeportal\" href=\"http:\/\/www.baumpflegeportal.de\/?p=505\" target=\"_blank\">Warum schneidet man Obstb\u00e4ume im Winter?<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<a title=\"Online bl\u00e4ttern im Kletterblatt 2012: &quot;Schnittzeit Teil I&quot;\" href=\"..\/..\/blaettermagazin\/ausgabe-2012\/#32\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2908 alignleft\" title=\"Online bl\u00e4ttern im Kletterblatt 2012: &quot;Schnittzeit Teil I&quot;\" alt=\"Online bl\u00e4ttern im Kletterblatt 2012: &quot;Schnittzeit Teil I&quot;\" src=\"https:\/\/baumkletterschule.de\/kletterblatt\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/buttons_onlinblaettern.png\" width=\"120\" height=\"30\" \/><\/a> <a href=\"#up\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2909 alignleft\" alt=\"Nach oben\" src=\"https:\/\/baumkletterschule.de\/kletterblatt\/wp-content\/uploads\/2004\/04\/but_top.png\" width=\"120\" height=\"30\" \/><\/a><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist die beste Schnittzeit? Dar\u00fcber streiten Vogelsch\u00fctzer, Baumpfleger, Obstbaumschneider und Kleing\u00e4rtner. Sie reiben sich an Begriffen wie Sommer- und Winterschnitt. Doch ob Fachleute oder Laien, kaum jemand kennt sich wirklich damit aus. Das zumindest meint Johannes Bilharz. 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