Neue Vorschrift der SVLFG für SKT-A Kurse

Das führt zu einem organisatorischen Mehraufwand für alle, den wir gerne vermieden hätten. Denn bisher hatten wir diesen Part im SKT-A Kurs integriert und sind auch der Meinung, es wäre nicht zwingend notwendig, die Auseinandersetzung mit dieser Thematik bzw. die sinnvolle Kenntnis über Baumbeurteilung zwingend vor dem Einstiegskurs zu fordern. Es gibt viele – auch fachliche – Gründe, es den Teilnehmer*innen selbst zu überlassen, ob sie den Kurs vor oder nach dem ersten Kletterkurs machen. Der eine kapiert besser, wenn er schon mal den Baum berührt, im Baum geklettert, erlebt und den Baum gerochen hat. Der andere tut sich leichter, erst einmal eine theoretische Einführung zu bekommen. Warum soll das nicht jede/r für sich entscheiden.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, alle Nachteile des neu geforderten starren Systems aufzuführen. Dazu gibt es viel zu sagen und wir hätten die Argumente dafür auch gerne vorab in die Beratungen eingebracht. Doch leider wurde die sinnvolle und wertvolle Einrichtung des Runden Tisches mit Expert*innen aller Kletterschulen erst darüber informiert, als es schon beschlossen war. So wurde eine Chance vertan, im Sinne aller das Bestmögliche zu erreichen. Bleibt zu hoffen, dass das System nicht so starr ist, dass es nicht im Nachhinein angepasst und korrigiert werden kann und es in Zukunft anders gemacht wird: Erst beraten und alle Betroffene mit einbeziehen, gemeinsam einen Weg bereiten und danach das Konzept den verantwortlichen Beschluss-Gremien vorzulegen. Nicht umgekehrt. Für was gibt es sonst Fachleute und einen Runden Tisch?

Politische Entscheidungsträger sind immer auf Expertise angewiesen und natürlich gibt es viele Punkte, die beachtet und mit einbezogen werden müssen, weshalb es immer ein Ringen um Entscheidungen bleiben wird. Die Diskussion sollte aber auf fachlich fundierten Informationen beruhen, die vor Entscheidungen eingeholt werden und vorliegen sollten…

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